E. E. Zunft zu Gerbern -

Augustin Schnell Mähli 2026

Am 6. Januar 2026 trafen sich Vorgesetzte, Alt-Vorgesetzte und geladene Gäste, namentlich der hochgeachtete Herr Meister E. E. Zunft zu Schuhmachern Frank Nyfeler und der sehr verehrte Oberst und Alt-Kreiskommandant von Basel-Stadt Thomas Frauchiger zu Ehren unseres hoch geachteteten Herrn Alt-Meister Augustin Schnell sel. in unserem Zunftsaal im Restaurant Löwenzorn. Traditionell wurde der Anlass mit einem Apéro und der Vorstellung der Gäste durch den Zeremonienmeister eröffnet. Im Anschluss wurde durch den Statthalter mit einer kurzen Rede unserem hoch geachteten Herrn Meister den Eid abgenommen und die Meisterkette überreicht. Nach diesen beiden Akten wurde durch den Schreiber I das sehnlichst erwartete Vermächtnis den Teilnehmern vorgetragen. Auch das Unterschreiben des Gästebuches und das aufgeschlagene rund dreihundertjährige Wappenbuch aller Vorgesetzten war wie jedes Jahr ein wichtiger Bestandteil in diesem ersten Akt. Fast schon traditionell brachte der Meister zusätzlich zur Dekoration die Rüstung des Harsts, Hellebarde, Schwert und Bisonleder zur Anschauung mit.

Pünktlich begab sich die Gemeinschaft in den angrenzenden Intarsien Saal und erfreute sich am ersten Gang. Zwischen den einzelnen Gängen erhielten die Anwesenden anregende und tiefgründige Reden von den Herren Meister, Andreas Hunziker, Oberst Thomas Frauchiger und Meister Frank Nyfeler. So fügte es sich, dass zu fortgeschrittener Stunde der kurzweilige Anlass sich dem Ende neigte. In Erinnerung bleibt vor allem die warme Atmosphäre im Kreise der Zunft, welche sich deutlich von den -8 °C Aussentemperaturen unterschied.

Augustin Schnell, des Raths zue Basel wurde am 6. Januar 1609 geboren und wurde 1640 zum Sechser gewählt. 15 Jahre nach seiner Wahl, genauer im Jahr 1655 wurde er zum Meister erkoren. Er stiftete an seinem 80. Geburtstag mit seinem Vermächtnis der Zunft «200 Gulden guoter Basler Währung» zu seinem Gedenken, dessen Zinsen zum Zwecke eines Vorstandsmahls am Tag seiner Geburt gebührlich eingesetzt werden solle. Nebst der Zunft zeigte er seine humanitäre Ader auch in der Gesellschaft, für die er ebenso als Stifter von Stipendien für bedürftige Studenten unter seinen Nachkommen sich einen Namen machte. Von 1684 bis 1752 hatte die Familie Schnell, Vater, Sohn und Enkel, ihren Gerbereibetrieb in der Ochsengasse. Augustin Schnell verstarb im Alter von 80 Jahren am 2. März 1689.

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