E. E. Zunft zu Gerbern -

Seniorenprogramm: Gewerbliche Wassernutzung vor 1850 in Basel

Unter der Führung von Frau Sara Janner gingen wir am 20. Januar 2026 den Fragen nach, wie der Birsig und der Rümelinsbach vor der Korrektion aussahen als es noch keine Kanalisation gab und welche Rolle sie bei der Abfallentsorgung spielten.

Im folgenden teilen wir einige Aspekte aus dieser interessanten Führung:

In mittelalterlichen Städten waren Wasserwege, wie Flüsse, Bäche oder Kanäle offen; sie waren wichtig für die Wasserversorgung, für das Gewerbe (v.a. Gerber und Müller) sowie für die Abwasserentsorgung. Von einem Projekt wie «Birsig-Garten Basel» war man Jahrhunderte entfernt.

Wie der Markplatz ist auch der Rümelinsplatz in früheren Zeiten bedeutend kleiner gewesen; der Rümelinsbach verläuft neben der Mauer, ist notdürftig mit Holzlatten überdeckt; vor dem Haus mit Frontseite gegen den Betrachter stand ein für die Anwohner errichtetes Abort-Häuschen.

Ende des 12. Jh. entstand ein Kornmarkt, der heutige Marktplatz. Wann der Birsig, der quer über den Platz floss, eingewölbt wurde, ist nicht ganz klar. Vermutlich geschah dies im Zuge der Vergrösserung des Platzes nach dem Brand von 1377. De Kornmarkt war quadratisch und die Westseite deutlich tiefer als die östliche. Zwischen Sporengasse (nicht mehr existierend) und Sattelgasse stand – über dem Birsig – mit der grossen School die grösste Fleischlaube von Basel.

Die School (Wortherkunft nicht ganz geklärt und Schreibung unterschiedlich) war bis 1871 Schlachthaus und Metzgerei und befand sich – wie erwähnt – direkt über dem Birsig, damit sich die Abfälle einfach und direkt entsorgen liessen. Führte der Birsig wenig Wasser, blieb das (verwesende) Fleisch liegen und zog Insekten und Ratten an. Auf Geheiss der Sanitätsbehörde wurde die School 1871 geschlossen und der Betrieb in den Schlachthof im St. Johann verlegt.

Text: Beat Butz
Quellen/Bilder: Ausführungen und ppt-Präsentation von Frau S. Janner; Wikipedia-Einträge; Basler Bauten; Verschwundenes Basel; Von der Haut zum Leder, (Jubiläumsschrift 750 Jahre E.E. Zunft zu Gerbern).

Zur Person von Frau Dr. Sara Janner

Sara Janner ist promovierte Historikerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Universitäts-Bibliothek. Sie ist auch Autorin namhafter Beiträge zur Geschichte Basels des 18./19. Jahrhunderts. Einige interessante Artikel im Basler Banner entspringen ihrer Feder. So ist sie auch eine ausgezeichnete Kennerin der Basler Zünfte und selbst zünftig in der Akademischen Zunft.

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