Seniorenprogramm: Theatralische Führung durch das Fauteuil und Tabourettli; eine Zeitreise durch die Geschichte des Spalenhofs
Es gibt drei Kategorien von Führungen: a) die langweiligen von AkademikerIn (Typ Dr.phil.I; Kunstgeschichte/Germanistik) mit ernster Miene und mit unzähligen Zahlen, Namen und Fakten überladenes Referat, das einem – trotz Gegenwehr – nach 5-10 Minuten einschläfert; dann b) die spannenden, unterhaltsamen Führungen – präzise und mit vernehmbarer Stimme vorgetragen – auf‘s Wesentliche konzentriert und mit einem guten Schuss Humor durchsetzt (Typ Mike Stoll) und schliesslich c) die sog. theatralische Führung, von professionellen Schauspielern vorgetragen – in einem wunderschönen Bühnendeutsch – hier knappe und witzige Dialoge, die treffend den jeweiligen historischen Kontext beleuchten; Salomé Jantz und David Böckelmann führten uns am 23. September 2026 durch die Geschichte der Liegenschaft: vom Ritter Heinrich von Ramstein (15. Jh), über Kaspar Krug (16.Jh.) und Isaak Dreyfuss (19.Jh.) bis ins 20. Jh, als 1956 der Staat den Spalenhof erwarb und unter Denkmalschutz stellte. Physisch wurden wir gefordert, denn es ging vom sogenannten Kaisersaal hinunter über eine Hühnerleiter (nur für Mutige) auf die kleine Fauteuil-Bühne, auf der unzählige Persönlichkeiten standen (neben Alfred und Roland Rasser, Mani Matter, Franz Hohler, Gerd Fröbe und viele mehr). Nicht zu vergessen: der Umbau des Tabourettli im Jahre 1989 durch Santiago Calatrava, auch als Europas schönstes Kleinkunsttheater bezeichnet.
Selten war unsere Zunftschar- darunter auch der aktuelle Meister Andy Hunziker und Alt-Meister Remo Feuerbacher – so einstimmig angetan von einem Anlass. Das war eine tolle Idee, Rolf Fischer. Den Abschluss bildete ein gemütlicher Umtrunk, gespendet von der Zunft. Der nächste Anlass führt uns ins Kleinbasel mit Maja Reichenbach.
Text: Beat Butz; Fotos: Rolf Fischer
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